Paris hat den französischen Nationalfeiertag 2026 mit einem besonderen Spektakel am Eiffelturm gefeiert. Anders als üblich fand das große Feuerwerk zum 14. Juli bereits am Montag, dem 13. Juli 2026, statt.
Der Grund für die außergewöhnliche Terminänderung war der zehnte Jahrestag des Anschlags von Nizza vom 14. Juli 2016. Die Gedenkveranstaltungen für die Opfer sollten am eigentlichen Nationalfeiertag im Mittelpunkt stehen. Das traditionelle Feuerwerk am Eiffelturm wurde deshalb um einen Tag vorgezogen. Die große Militärparade auf den Champs-Élysées fand dagegen wie gewohnt am 14. Juli statt.
Auch am 13. Juli selbst sorgte das Wetter für Änderungen im Ablauf. Wegen der außergewöhnlich hohen Temperaturen wurde der Zugang zu den abgesperrten Bereichen rund um den Eiffelturm und auf dem Champ-de-Mars erst ab 20 Uhr ermöglicht. Das ursprünglich für 21 Uhr geplante Concert de Paris begann 45 Minuten später um 21:45 Uhr. Das anschließende Feuerwerk startete ebenfalls etwas später als ursprünglich vorgesehen.
1600 Drohnen und ein spektakuläres Feuerwerk am Eiffelturm
Nach dem Konzert begann gegen 23:15 Uhr das große Feuerwerk am Eiffelturm. Schon nach den ersten Bildern wurde deutlich, dass die Stadt Paris die Inszenierung 2026 noch einmal deutlich erweitert hatte.
Der besondere Höhepunkt war die Kombination aus Feuerwerk, Lichtshow und 1600 Drohnen. Im Vorjahr waren noch rund 1000 Drohnen eingesetzt worden. Die zusätzlichen Fluggeräte ermöglichten wesentlich größere und komplexere Formationen am Nachthimmel über Paris.
Besonders gelungen war die neue Anordnung der Drohnenshow. Während die Drohnen in den vergangenen Jahren vor allem auf den Bereich des Trocadéro ausgerichtet waren, wurde 2026 erstmals eine zweite kombinierte Drohnenebene in Richtung Champ-de-Mars eingesetzt. Dadurch konnten die Besucher auf dem Champ-de-Mars die Lichtformationen wesentlich besser verfolgen.
Die Drohnen waren damit nicht mehr nur eine Ergänzung auf der gegenüberliegenden Seite des Eiffelturms, sondern wurden zu einem wichtigen Bestandteil der gesamten Inszenierung. Zusammen mit den Feuerwerksbildern entstand ein beeindruckendes dreidimensionales Schauspiel rund um das Pariser Wahrzeichen.
Zwölf Bilder erzählen die Geschichte von Paris
Das Feuerwerk war in zwölf thematische Sequenzen gegliedert. Jede Szene hatte ihren eigenen musikalischen und visuellen Charakter. Historische Themen, die französische Hauptstadt, die Seine und internationale Verbindungen wurden dabei mit modernen Drohnenformationen und klassischer Pyrotechnik verbunden.
- Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
- Paris und Rom
- Paris in Bewegung
- Freiheit in Paris
- Paris strahlt
- Paris am Wasser
- 400 Jahre französische Marine
- Pariser Dichter
- Paris – neu und kreativ
- Paris – Stadt der Welt
- Paris atmet
- Paris ist ein Fest
Musik von Queen bis Debussy
Auch musikalisch war das Feuerwerk abwechslungsreich. Der Soundtrack verband internationale Popmusik mit französischen Titeln und klassischer Musik.
Zu hören waren unter anderem Queen mit „I Want to Break Free“, BLACKPINK, Robert Miles, Fedez, Tananai und Mara Sattei, Ofenbach, Anne Sylvestre, Claude Debussy, Feu! Chatterton, Théodora, Major Lazer sowie David Guetta und Sia.
Dabei wurden die Musikstücke passend zu den jeweiligen Themen eingesetzt. Debussys „La Mer“ bildete beispielsweise eine ideale Verbindung zu den Sequenzen rund um die Seine und das Wasser, während „La Dolce Vita“ die Verbindung zwischen Paris und Rom musikalisch aufgriff.
Die technischen Dimensionen der Show
Die Zahlen hinter der Show waren beeindruckend: 1600 ultraleichte Drohnen wurden für die Inszenierung eingesetzt. Die Fluggeräte waren mit LED-Technik ausgestattet und konnten gemeinsam komplexe dreidimensionale Bilder in den Nachthimmel zeichnen.
Dazu kamen mehr als 120 pyrotechnische Abschusspositionen, von denen sich über 80 direkt am Eiffelturm befanden. Rund 50 Scheinwerfer waren in die Konstruktion des Wahrzeichens integriert.
Für die technische und künstlerische Umsetzung waren mehr als 100 Fachleute beteiligt. Verantwortlich für die spektakuläre Inszenierung war das französische Unternehmen Groupe F unter der künstlerischen Leitung von Christophe Berthonneau.
Eine neue Perspektive für den Champ-de-Mars
Die größte Veränderung gegenüber den vergangenen Jahren war aus Sicht des Publikums die neue Verteilung der Drohnen.
Die zusätzliche Drohnenshow in Richtung Champ-de-Mars war eine deutliche Verbesserung. Statt die großen Formationen hauptsächlich auf der Trocadéro-Seite des Eiffelturms zu präsentieren, konnten die Besucher auf dem Champ-de-Mars einen wesentlich größeren Teil der Drohnenbilder direkt verfolgen.
Dadurch entstand gemeinsam mit dem Feuerwerk eine beeindruckende Kulisse: Im Mittelpunkt der beleuchtete Eiffelturm, darüber die leuchtenden Formationen der Drohnen und dazwischen die farbenprächtigen Feuerwerksbilder.
Rund 50.000 Menschen verfolgten das Spektakel auf dem Champ-de-Mars, während etwa drei Millionen Zuschauer die Übertragung auf France 2 sahen.
Mehr Informationen zum Concert de Paris 2026 nach dem Video und der Fotoserie.
Weitere Fotoreportagen vom Eiffelturm und den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag aus den vergangenen Jahren sind ebenfalls auf Seitenstopper zu finden:
Video des Feuerwerks und der 1600 Drohnen vom 13. Juli 2026
Bildergalerie vom 13. Juli 2026
Beim Klick auf ein Bild erscheint dieses in groß und weitere Bilder können als laufende Show oder einzeln angesehen werden!
Concert de Paris 2026 – klassische Musik vor dem Eiffelturm
Den Auftakt des Abends bildete das große Concert de Paris auf dem Champ-de-Mars. Das kostenlose Sinfoniekonzert wurde wegen der Hitzewelle erst um 21:45 Uhr begonnen und brachte das Orchestre National de France, den Chœur de Radio France und die Maîtrise de Radio France zusammen.
Unter der Leitung von Daniel Harding traten zahlreiche internationale Solistinnen und Solisten auf. Dazu gehörten unter anderem die Mezzosopranistinnen Marina Viotti und Farrah El-Dibany, die Sopranistin Corinne Winters, der Countertenor Jakub Józef Orliński, der Tenor Lawrence Brownlee, der Violinist Daniel Lozakovich und der Cellist Gautier Capuçon.
Ergänzt wurde das Ensemble durch die Pianisten Hayato Sumino und Masaya Kamei sowie die Percussionistin Adélaïde Ferrière. Auf dem Programm standen Werke von Komponisten wie Giuseppe Verdi, Georges Bizet, Camille Saint-Saëns, Jacques Offenbach und Henry Purcell.
Eiffel Tower Paris 2026 – Fireworks and 1,600 Drones
Paris celebrated the French National Day in 2026 with a spectacular fireworks and drone show at the Eiffel Tower. The event was exceptionally held on July 13 instead of July 14, allowing the anniversary commemorations of the 2016 Nice attack to take place on the actual national holiday.
The highlight was a spectacular combination of fireworks and 1,600 illuminated drones. For the first time, the drone show was expanded towards both sides of the Eiffel Tower, including a new display facing the Champ de Mars. This gave spectators on the Champ de Mars a much better view of the aerial formations.
The show featured twelve themed sequences dedicated to Paris, the Seine, the Paris–Rome partnership and the 400th anniversary of the French Navy. Music ranged from Queen and BLACKPINK to Debussy and David Guetta.
Photos and video: The photo gallery and video of the 2026 Eiffel Tower fireworks and 1,600-drone show can be found above in this article.
Tour Eiffel Paris 2026 – Feu d’artifice et 1 600 drones
À l’occasion de la Fête nationale 2026, Paris a présenté un spectaculaire feu d’artifice autour de la Tour Eiffel, accompagné de 1 600 drones lumineux.
Exceptionnellement, le spectacle a eu lieu le 13 juillet au lieu du 14 juillet, afin de laisser place aux commémorations du dixième anniversaire de l’attentat de Nice du 14 juillet 2016.
La grande nouveauté de cette édition était l’extension du spectacle de drones. Avec 1 600 appareils, les formations lumineuses étaient présentées des deux côtés de la Tour Eiffel, avec notamment une nouvelle partie orientée vers le Champ-de-Mars. Le public pouvait ainsi beaucoup mieux profiter du spectacle aérien.
Le feu d’artifice était composé de douze tableaux consacrés notamment à Paris, à la Seine, au partenariat entre Paris et Rome et aux 400 ans de la Marine française.
Photos et vidéo : la galerie photos et la vidéo du feu d’artifice et du spectacle de 1 600 drones de la Tour Eiffel en 2026 sont disponibles plus haut dans cet article.




