Während zahlreiche Veranstaltungen am letzten Juniwochenende aufgrund der extremen Hitzewelle abgesagt werden mussten, entschied sich der Veranstalter von Schloss in Flammen am 27. Juni 2026 in Schwetzingen bewusst für die Durchführung der traditionsreichen Sommernacht. Mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen, einem angepassten Programm und zahlreichen Möglichkeiten zur Abkühlung wurde die Veranstaltung trotz Temperaturen von nahezu 40 Grad zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Bereits ab 18 Uhr strömten die Besucher in den Schlossgarten. Um den hohen Temperaturen Rechnung zu tragen, begann das Programm erst um 20:30 Uhr. Zusätzlich wurden zwei Trinkpausen eingelegt und das musikalische Programm leicht verkürzt. Zwischen Picknickwiese und bestuhltem Bereich stand ein Trinkwasserbrunnen bereit, am Schlossweiher sorgte ein großes Wasserverneblungsgerät für angenehme Erfrischung. Erstmals durften im Picknickbereich außerdem Sonnenschirme aufgestellt werden. Selbstverständlich waren zudem das Deutsche Rote Kreuz und ein Notarzt während der gesamten Veranstaltung vor Ort.
Vor der beeindruckenden Kulisse des Schwetzinger Schlosses präsentierten die Solistinnen und Solisten gemeinsam mit dem Orchester des Nationaltheaters Mannheim eine stimmungsvolle Operngala unter der Leitung des stellvertretenden Generalmusikdirektors Jānis Liepiņš. Durch das abwechslungsreiche Programm führte erneut der kurpfälzische Kabarettist Chako Habekost, der mit seinem Humor auch an diesem außergewöhnlich heißen Abend für beste Unterhaltung sorgte.
Das große Finale: Ein Feuerwerk im Takt der Musik
Der unbestrittene Höhepunkt des Abends begann mit der berühmten Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauss. Was folgte, war weit mehr als ein klassisches Höhenfeuerwerk: Das gesamte Musikfeuerwerk war exakt auf die live gespielte Musik abgestimmt und verwandelte den Nachthimmel über dem Schwetzinger Schlossgarten in ein beeindruckendes Zusammenspiel aus Klang und Pyrotechnik.
Das Besondere an diesem Finale: Anders als bei computergesteuerten Musikfeuerwerken folgte das Feuerwerk dem lebendigen Dirigat von Jānis Liepiņš. So verschmolzen Musik und Pyrotechnik zu einer beeindruckenden Einheit, bei der das Feuer den wechselnden Tempi und Dynamiken der Live-Aufführung folgte.
Vor dem Schwetzinger Schloss bildete das synchron zur Live-Musik inszenierte Feuerwerk den krönenden Abschluss der Operngala. Die präzise auf die Musik abgestimmten Feuerwerksbilder begeisterten das Publikum und sorgten für einen stimmungsvollen Ausklang der Veranstaltung.
Traditionell durfte auch die musikalische Zugabe nicht fehlen: Mit „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar verabschiedeten sich Orchester, Solisten und Pyrotechniker von den rund 4.500 begeisterten Gästen, die diesen außergewöhnlichen Sommerabend im historischen Schlossgarten von Schwetzingen mit lang anhaltendem Applaus ausklingen ließen.
Video
Bildergalerie
Beim Klick auf ein Bild erscheint dieses in groß und weitere Bilder können als laufende Show oder einzeln angesehen werden!




